In Rommelsried die eigenen Ziele verwirklicht

Familie Wyschetzki baute ein neues Haus im schwäbischen Stil - Heimischer Architekt setzt Vorstellungen um

Rommelsried (awi)

Der schwäbische Baustil war der einzige, der ihnen gefallen hat und deshalb ausschlaggebend für die Gestaltung des Hauses von Susanne und Johannes von Wyschetzki in Rommelsried. Bei der Prämierung bestätigte jetzt der Kulturausschuß des Kreistages amtlich, dass ihr Haus der schwäbischen Bauweise entspricht. In erster Linie aber wollte sich die Familie mit ihren drei Töchtern damit ihre Wünsche und Vorstellung vom Wohnen, entwickeln und verwirklichen.

Für Familie von Wyschetzki war die Prämierung in erster Linie eine Bestätigung, bei der Verwirklichung ihres Eigenheimes im schwäbischen Stil in der St.-Ursula-Straße im Neubaugebiet in Rommelsried diesen auch getroffen zu haben. Als bodenständige Familie der dritten Generation in Pferseee verwurzelt, stand fest: "Wenn wir je weggehen, dann nur in den Westen von Augsburg, wo es uns bei Freizeitausflügen immer schon hingezogen hat." Voraussetzung war, dass der Arbeitsplatz des Vaters als kaufmännischer Angestellter und das Gymnasium der ältesten Tochter in Augsburg mit Auto und Bus gut erreichbar bleiben. "In Rommelsried mit seiner schönen Lage in den Westlichen Wäldern fand sich der geeignete Platz und inzwischen hat es auch schon Verwandte nachgezogen", sagen die Wyschetzkis.

Um zu erkunden, wie dieses Haus aussehen soll, das sie bauen wollten, dafür sind sie viele Baugebiete und Dörfer abgefahren um sich Anregungen zu holen. Auf jeden Fall sollte es Fensterläden und Sprossenfenster haben, stand für Susanne von Wyschetzki zunächst fest und das ganze Erscheinungsbild müsse stimmig sein. "So entwickelte sich unsere Vorliebe in Richtung schwäbischer Baustil. In Architekt Josef Egner aus Unterschöneberg und dessen Wohnhaus haben wir ein Vorbild und den geeigneten Partner für die Umsetzung unserer Vorstellungen, Wünsche und Möglichkeiten gefunden." Einheimische Handwerker haben es 1998 errichtet.

Der geschlossene, längliche, von zahlreichen Fenstern lichtdurchflutete 9 mal 14 Meter große Baukörper mit seiner Stichbogen-Eingangstür und wohlgesetzten Simsen bietet nun reichlich Wohnraum und Ruhe im Vergleich zur vorherigen Stadtwohnung. Die Töchter Katharina (14), Patrizia (12) und Theresa (8) bewohnen die drei Gaubenzimmer im Dachgeschoß. Hund "Robby", ein kleiner Münsterländer, und zwei Hasen ergänzen die Familie.

Hat sich die Familie seit dem Einzug 1999 in Rommelsried eingelebt? "Was blieb uns denn anderes übrig", lautet spontan die Antwort von Tochter Patrizia, die inzwischen auch ein Gymnasium in Augsburg besucht. "Für sie und ihre ältere Schwester bedeutete der Wohnortswechsel den größten Einschnitt."

Anschluß gefunden

"Am leichtesten hatte es wohl Theresa, die nach dem Umzug 1999 in die Grundschule Kutzenhausen eingeschult wurde", erzählt die Mutter, "und dadurch Kontakte zu Gleichaltrigen hat". Auch Vater Johannes "fühlt sich wohl und es zieht ihn inzwischen seltener nach Pfersee". Mutter Susanne, die sich als Hausfrau, "eine austerbende Rasse", wie sie anmerkt, ganz den Kindern und daneben der Gestaltung und Pflege des schmucken Hauses widmet, konnte über ihr Engagement als Schulweghelferin ebenfalls bals Anschluß finden.


Dieser Artikel erschien in der Augsburger Allgemeinen am 06. März 2001.
Fotos: Annemarie Wiedemann

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